Müller's Esel, der bist Du... I

Hunde brauchen klare Grenzen - Gesetze einer Freundschaft ~ Michael Grewe +++ Duell auf offener Straße - Wenn sich Hunde an der Leine aggressiv verhalten ~ Nadin Matthews +++ Hoffnung auf Freundschaft - Das erste Jahr des Hundes ~ Michael Grewe +++ KASTRATION und Verhalten beim Hund ~ Sophie Strodtbeck/Udo Gansloser +++ Der Hund - Abstammung, Verhalten, Mensch und Hund ~ Erik Zimen +++ Der Wolf - Verhalten, Ökologie und Mythos ~ Erik Zimen +++ Wolf Hund Mensch - Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung ~ Prof. Dr. Kurt Kotrschal +++ Wölfisch für Hundehalter - Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern ~ Günther Bloch +++ Quo Vadis Canis ~ Dr. Dieter Fleig +++ Der Wolf im Hundepelz - Hundeerziehung aus unterschiedlichen Perspektiven ~ Günther Bloch +++ Die Pizzahunde - Faszinierende Freilandstudien an verwilderten Haushunden > Verhaltensvergleich mit Wölfen < Tipps für Hundehalter ~ Günther Bloch +++ KYNOS Atlas Hunderassen der Welt - Der umfassendste fachkundige Hundeführer in der ganzen Welt ~ Bonnie Wilcox/Chris Walkowicz +++

 

 

 

"Häufig sind es die unbegrenzten Hunde, die in der Öffentlichkeit für Schlagzeilen sorgen und im Anschluß aus Ohnmacht ins Tierheim gebracht werden müssen! 

Sitz, Platz und Fuß können sie alle.

Nie gelernt haben sie, sich angepasst in unserer Welt zu verhalten.

Die durch falsche Literatur und inkompetene Hundetrainer verwirrten Hundehalter tragen leider als einzige die Verantwortung dafür."

M. Grewe 

 

 


 

 

Wehret den Anfängen ...

 

Als Hundehalter sind wir verpflichtet, dafür zu sorgen, daß unsere Tiere sich in der Gesellschaft adäquat verhalten! Sie dürfen niemanden belästigen, sollen möglichst ruhig und freundlich sein! 

Sie sollen weder Fahrradfahrer noch Jogger oder Wild jagen! Mit Artgenossen sollen sie zumindest einen höflichen Umgang pflegen! Unseren Kindern gegenüber möchten wir sie sanft und liebevoll erleben! Wir müssen auch Rücksicht auf Menschen nehmen, die keine Hunde mögen oder sogar Angst vor ihnen haben!

Daß Hunde viele dieser Punkte ganz anders sehen, haben wir auf den vorherigen Seiten gelesen! Sie empfinden es nicht als Belästigung in gestrecktem Galopp auf wildfremde Menschen zuzustürmen oder ihre Notdurft in aller Öffentlichkeit oder gar mitten auf dem Gehweg zu verrichten!

Auch unsere Abneigung gegen pöbelnde Hunde ist ihnen völlig unverständlich! Sie haben schließlich ihren Menschen zu verteidigen und obendrein möglicherweise mitgeführte Beute (Spielzeug) oder Reccource (Leckerli)!

Jagen liegt sozusagen in ihrer Natur, obendrein macht es Spaß! Fallschirmspringer können diesen Adrenalinkick sicher nachvollziehen!

Wohlwissend, daß das Kind das schwächere Glied in der Kette ist, nutzt der Hund, Opportunist der er ist, natürlich seinen Vorteil! Warum um alles in der Welt soll er ihm die Reccource Wurstbrot lassen, wenn sie sich, einladend geschwenkt, direkt vor seiner Nase befindet?

Was können oder sogar müssen wir als Halter nun tun, damit der Hund sich so verhält, daß er keinen Anstoß erregt?

 

Zuerst müssen wir uns Lassie aus dem Kopf schlagen! Dieser ausgezeichnet dressierte Collie ist ein Schauspieler und tut das, was er gelernt hat! Er spielt eine Rolle! Niemand von uns wird jemals einen Hund haben, der sich naturgemäß so verhält!

 

Gehen wir also weg von Hollywoodklischees und schauen, wie die Natur das geregelt hat! Glaubt mir, das ist sinniger, stimmiger und weitaus lehrreicher als 101 Dalmatiner!

 

Hunde sind in der Regel ausgezeichnete Eltern! Fürsorglich werden die Babies versorgt!

spirit-of-the-wolf mit freundlicher Genehmigung

 

In den ersten Wochen werden sie gepflegt 

 

und behütet!

 

 

 

 

Sie haben sozusagen Narrenfreiheit! Sie dürfen Mama kneifen,

 

beißen,

 

 am Schwanz ziehen

 

 

oder Kletterübungen auf ihrem Rücken absolvieren!

 

 Auch ältere Geschwister, Onkel und Tanten machen sich nützlich!

 

 Mit zunehmender Agilität, meist ab der ca. 4 Woche, beginnt dann

 

 der Ernst des Lebens!

 

Die ersten kleineren Verfehlungen werden geahndet!

Hier sehr schön zu sehen, der sogenannte Schnauzenbiß!

 

Unmissverständlich wird diesen Zwergen körpersprachlich beigebracht, was ein Abbruchkommando ist! Frei nach dem Motto: Hit hart and early!

 

D. h. einmal deutlich und nachdrücklich!

 "Bis hier hin und nicht weiter ...!

 

 

"Steck Deine Nase nicht in Dinge, die Dich nichts angehen ... "

 

"Du NERVST ... sieh zu, das Du Land gewinnst, sonst hat Dein Popo Kirmes ... !"

 

Man neigt dazu, die Kleinen zu bedauern und sich zu fragen, was die Großen doch für garstige Zeitgenossen sind!

 Sie sind nichts dergleichen! 

 

Im Gegenteil!

  

 

Sie sind verantwortungsbewußte

und überaus erfolgreiche Eltern, die den Zwergen Benehmen beibringen! Ohne geht's nun mal nicht!

 

 

 Hier geht es um die Reccource Stock als erzieherische Maßnahme! Ares bearbeitet seine "Beute" einen Stock! Die Kleinen - neugierig - kommen mal schauen:

 

"Was hast Du denn da? Dürfen wir mitspielen?!"

 

 © una-neshoba

Ares ist "not amused"! 

 

Er warnt deutlich, aber der eine Naseweis lässt sich nicht entmutigen!

 

"Freundchen, ich hab's Dir gesagt ... !"

 

 

Wer nicht hören will ..

 

Ich schätze, jetzt hat auch der Letzte Ares Standpunkt verstanden ... ! 

 

Zwei Minuten später läßt Ares seine Beute liegen! Zweck erfüllt! Die Kleinen dürfen sie sich vornehmen und sich müde spielen!

Im Alter von 4 - 5 Wochen beginnen alle Rudelmitglieder, mit den Welpen zu spielen! Es werden bewußt Situationen herbeigeführt, in denen die Zwerge Grenzen überschreiten, um sie dann in ihre Schranken zu weisen!

Zweck dieser Übung: Erlernen sozialer Verhaltensregeln!

    

Ein Nachspiel hat diese Erziehungsmaßnahme nicht! Weder trägt Ares den Kleinen den "Ungehorsam" nach, noch haben die Babies Vertrauen verloren!

Als es Zeit ist, ein Mittagsschläfchen zu halten, suchen einer nach dem anderen Ares Nähe ...

 

 

.. denn der "Große" passt auf!

 

 

Hunde erziehen ihre Welpen mit Konsequenz und Deutlichkeit und das kann durchaus auch mal weh tun. Wer aber die Aufzucht von Welpen einmal beobachten durfte, sieht, daß die Kurzen weder physischen noch psychischen Schaden davontragen!

Im Gegenteil! Häufig zu sehen ist, das Fehlverhalten von den Althunden unmissverständlich geahndet wird. Die Kleinen legen sich auf den Rücken, schreien wie am Spieß, pullern gar und kaum läßt der Erwachsene ab, stehen sie auf und ... nerven weiter!

Denn Fehlverhalten wird punktuell, also zeitnah, sanktioniert, ist damit aber auch vom Tisch und wird nicht nachgetragen.

 

 

 

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